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Allen Stuttgarter Schülerinnen, Schülern,
allen Jugendlichen gleiche Startbedingungen:
für alle Schüler in Stuttgart mit wenig Geld:
einen Schulfonds und ein kostenloses Mittagessen!
Zusätzlich für die Bildung:
Freie Fahrt für Bildung |
Berichte und Flugblätter
von Aktionen und zur Information Betroffener Eltern und Alleinerziehender
wird demnächst aktualisiert!
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Hier ein Aufruf des Gesamtelternbeirats der städtischen
Kindertageseinrichtungen:
Donnerstag, den 20. Okt. 2011 ab 16.00 ein zur 1. Lesung des
Doppelhaushaltes ins Stuttgarter Rathaus, kommt zahlreich.
Liebe
Eltern,
im Namen des Gesamtelternbeirates der städtischen Stuttgarter
Kindertageseinrichtungen möchte ich Ihnen gerne folgenden Aufruf zusenden:
„Wie
der Stuttgarter Zeitung vom 11.Okt. 2011 zu entnehmen ist, wird die Lage in
den Stuttgarter Kindertageseinrichtungen immer katastrophaler. Es fehlen
4600 Plätze für Kleinkinder, was einem Anstieg von rund 30% innerhalb eines
Jahres entspricht, es fehlen 3500 Ganztagesplätze für 3 bis 6-jährige und es
fehlen etliche tausend Hortplätze für Schulkinder.
Damit
wird deutlich, dass der zu viel zu geringe Ausbau der Kindertagesstätten,
wie vom Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertageseinrichtungen seit
Jahren heftig kritisiert, noch weit erschreckendere Auswirkungen hat als
befürchtet.
Es ist
davon auszugehen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren noch weiter
zuspitzen wird und immer mehr Kinder abgewiesen werden, was für viele
Familien zu massiven finanziellen Problemen führt.
Ein
weiteres sehr großes Problem besteht darin, dass nicht einmal die
vorhandenen städtischen Stellen für Erziehrinnen besetzt werden können. Dies
führt dazu, dass in jeder Einrichtung durchschnittlich eine Stelle nicht
besetzt ist. In etlichen Einrichtungen sind sogar parallel mehrere Stellen
nicht besetzt, wodurch die Mangelsituation noch verschärft wird.
Aus
diesem Grund hat der Gesamtelternbeirat zum Doppelhaushalt einen
Bürgerantrag mit der Forderung nach einer deutlichen Steigerung der
Arbeitsplatzattraktivität für Erzieherinnen eingebracht. Dies wurde von den
Stuttgartern per Abstimmung als das drittwichtigste Anliegen betrachtet.
Wenn
es nicht gelingt für hunderte von neuen Erzieherinnen attraktive
Arbeitsplätze zu schaffen, wird es auch zukünftig nicht gelingen für alle
Kinder, die einen Betreuungsplatz benötigen, diesen auch zu schaffen.
Vor
diesem Hintergrund ist es vollkommen unverständlich, dass der Stadtkämmerer
Michael Föll den Antrag des Jugendamtes zur Schaffung von neuen
Betreuungsplätzen um 50% im nächsten Doppelhaushalt kürzen will.
Deshalb lädt der Gesamtelternbeirat der städtischen Kindertageseinrichtungen
alle Eltern ein am Donnerstag, den 20. Okt. 2011 ab 16.00 ein zur 1. Lesung
des Doppelhaushaltes ins Stuttgarter Rathaus zu kommen, um Ihrem Protest
Ausdruck zu verleihen. Wir Eltern haben eine mächtige Stimme und diese
sollten wir erheben.
Bitte
kommen Sie und bringen Plakate, Transparente und sonstige Utensilien mit,
damit man uns nicht übersehen und überhören kann!
Bitte
hängen Sie die Einladung in Ihrer Kindertageseinrichtung auf bzw. versenden
Sie diese über Ihre interne Verteiler!
Mit
freundlichen Grüßen
Ralf
Chevalier
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An alle Familien, die ALG II, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen
Jetzt Leistungen für Ihre Kinder beantragen!
Die Bundesregierung hat das Bildungspaket beschlossen. Sie können
rückwirkend zum
1. Januar 2011
folgende Leistungen beantragen:
Zuschuss zum Mittagessen in Schule, Kita oder Hort, wenn dort ein
Mittagessen angeboten wird. Sie müssen nicht durch Quittung nachweisen, dass
Ihr Kind dort auch gegessen hat. (Pro Monat 26 Euro).
Zuschuss für Vereinsbeiträge, Musikunterricht oder Ähnliches. Sie
müssen nicht nachweisen, dass Ihr Kind dort teilgenommen hat.
Die Nachzahlung für Januar bis März beträgt 30 Euro!
Zuschuss für Schul- oder Kita-Ausflüge. Wenn Sie belegen können, dass
Sie seit Januar 2011 dafür Ausgaben hatten, bekommen Sie das Geld erstattet.
Zuschuss für Nachhilfe. Erforderlich ist eine Bestätigung der Schule,
dass Ihr Kind Nachhilfe benötigt hat.
Zuschuss für Schülerbeförderung. Wenn Ihr Kind nur mit Bus
oder Bahn die Schule erreichen kann, bekommen Sie die Fahrtkosten bezahlt -
und zwar rückwirkend zum 1. Januar.
Während es zukünftig vor allem Gutscheine gibt, erfolgt die Nachzahlung in
Geld!
Und so stellen Sie einen Antrag:
l
Wenn Sie ALG II beziehen, dann müssen Sie den Antrag bei Ihrem JobCenter
stellen - und zwar
bis spätestens 30. April 2011
l
Wenn Sie Sozialhilfe beziehen, müssen Sie den Antrag beim Sozialamt stellen
- und zwar bis
spätestens 30. April 2011
l
Wenn Sie Wohngeld beziehen, müssen Sie den Antrag bei der Familienkasse
stellen - und zwar bis
spätestens 31. Mai 2011
l
Wenn Sie Kinderzuschlag beziehen, müssen Sie den Antrag bei der
Familienkasse stellen - und zwar bis
spätestens 31. Mai 2011
Wichtig:
am besten sofort den Antrag stellen.
Absender
Vorname, Name
Straße
PLZ, Ort]
An
[Behörde (bei Hartz IV:
Jobcenter, bei Wohngeld- und Kinderzuschlag: Familienkasse der
Arbeitsagentur,
Sozialhilfe: Sozialamt)
Straße
PLZ, Ort]
.............................[Ort], den ...........................[Datum]
Antrag auf Nachzahlung und
Bewilligung von Leistungen für Bildung und Teilhabe
Hiermit beantragen wir
________________________________
und
________________________________
[Einfügen: Namen der
volljährigen Mitglieder der
Bedarfsgemeinschaft] – auch für unsere Kinder
____________________________________
und
________________________________________________
[Einfügen: Namen der
minderjährigen Kinder] – uns folgende
Leistungen zu bewilligen bzw.
nachzuzahlen:
Wir beantragen die Übernahme der
Mehraufwendungen für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung
seit dem 1.1.2011 in Form einer
Geldleistung bis zur Einführung von Gutscheinen und die Weiterbewilligung
für 2011. Es sind pro Monat und
Kind 26 Euro zu bewilligen.
Wir beantragen die
Kostenübernahme der Schülermonatskarten für unsere Kinder in Höhe von
______________
und
______________Euro
[Einfügen: Kosten der Fahrkarten] sowie die Erstattung der seit Jahresbeginn
bereits angefallenen Kosten in
Höhe von
______________
Euro.
Wir beantragen die Übernahme der
Kosten für Vereinsmitgliedschaften und Ähnlichem seit dem
1.1.2011 in Form einer
Geldleistung bis zur Einführung von Gutscheinen und die Weiterbewilligung
für
2011. Es sind pro Monat und Kind
10 Euro zu bewilligen.
Wir beantragen vorab die
Übernahme der Kosten für Klassenfahrten und Schul- bzw. Kita-Ausflüge für
das Jahr 2011.
Für schon stattgefundene Schul-
bzw. Kita-Ausflüge sind uns seit dem 1.1.2011 Kosten entstanden in
Höhe von
______________
Euro. Wir beantragen die
Erstattung dieser Kosten.
Mit freundlichen Grüßen
_______________________________________
_______________________________________
[Unterschriften aller
volljährigen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft]
Nichtzutreffendes bitte streichen. Lernförderung (Nachhilfe) muss extra
beantragt werden – mit einer Empfehlung der Schule.
Dieser Mustertext wurde von Martin Bongards, Projekt „Vernetzung der
Sozialberatung“ (ver.di Hessen) entwickelt.
KOORDINIERUNGSSTELLE
GEWERKSCHAFTLICHER ARBEITSLOSENGRUPPEN • MÄRKISCHES UFER 28 • 10179 BERLIN •
TEL. 0 30 /8 68 76 70 -O, FAX -21 • WWW.ERWERBSLOS.DE EINLEGER 144
Auf der Internetseite
http://www. erwerbslos.de
kann das Antragsformular heruntergeladen werden
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Die
Kinder und Jugendlichen sind unsere Zukunft
NICHT
S21!
Kaum hat das neue Schuljahr
begonnen, kommt es an den Tag: Es fehlen an die 1 000 Hortplätze in
Stuttgart! War das unvorhersehbar? Wohl genauso wenig wie die maroden
Schulgebäude.
l
Die Schulbauten wurden teilweise 50 Jahre nicht renoviert.
l
Jedes Jahr wird vorgerechnet, dass Plätze für Kleinkinder in Kitas und
Hortplätze für die Schulkinder fehlen.
Aber OB
Schuster wird nicht müde, die Kinderfreundlichkeit der Stadt Stuttgart zu
betonen.
Beim
Stadt-Haushalt 2010/11 haben die Bürgermeister Föll und Schuster erneut ihre
"Familienfreundlichkeit" unter Beweis gestellt.
Haushaltslöcher sollten gestopft werden: was läge da näher als die
Gewerbesteuer zu erhöhen?! Aber nein, die Gewinne der Unternehmen wollen sie
nicht antasten. Stattdessen:
l
höhere Eltern-Beiträge für die Kitas
l
Erhöhung der Essenspreise an den Schulen
l
Kürzung des Schülerbonus bei dem Scool-Abo
Oder soll das Argument
herhalten: es ist kein Geld vorhanden?
Und was ist mit S 21?!
Dafür sind
Hunderte von Millionen Euro da, die uns Bürgern nichts nützen:
l
459 Millionen
Euro
hat die Stadt bereits 2001 an die Bahn bezahlt für die Gleise, die nach
Fertigstellung von S 21 Baugrund werden sollen.
l
Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit knapp 1 Milliarde Euro für das
Projekt.
l
Kurz vor Weihnachten 2009 genehmigte das Stuttgart-21-Lager im Gemeinderat
dem OB eine zusätzliche Stelle für die Kommunikation.
l
550.000 Euro
zahlte das S-21-Kommunikationsbüro bislang für "die Kampagne der besseren
Argumente", die eine Werbeagentur auf dem Killesberg ersann.
l
Eine Million
Euro
kostete die mittlerweile teils ausgemusterte Herz-Kampagne einer Berliner
Agentur.
l
Die Projektpartner von Bahn, Bund und Land zahlen in diesem Jahr 1,6
Millionen Euro, um Bürgern Stuttgart 21 "nahe zu bringen".
Oder mit der LBBW?!
Deren Verluste
wir bezahlen!
Erinnern wir
uns: zur "Rettung" der LBBW hat die Stadt Stuttgart im November 2008
l
950 Millionen
Euro
auf den Tisch gelegt.
Übrigens
wollte OB Schuster den damaligen Bankenchef Jaschinski unbedingt halten,
obwohl dieser offensichtlich für den Verlust von 2,1 Milliarden Euro
verantwortlich war. Aber um Banker braucht man sich keine Sorgen zu machen.
Jaschinski wird sein "vorgezogener Ruhestand" fürstlich bezahlt, ab diesem
Jahr bekommt er jährlich 300.000 Euro - das sind 821 Euro pro Tag!
Für S 21 oder
spekulative Abenteuer der Banken und ihrer fürstlich bezahlten Manager
werden bereits Milliarden Steuergelder - die von uns erarbeitet sind -
verschwendet.
Damit unsere
Kinder und Enkel nicht noch mehr über Jahrzehnte belastet werden:
l
Sofortiger
Stopp des Wahnsinnsprojekts S 21
Stattdessen
soll die Stadt Stuttgart Gelder freimachen für:
l
Kostenloses
Essen an allen Stuttgarter Schulen!
l
Freie Fahrt für
Bildung! |
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Scool-Abo schon wieder teurer!
Pünktlich zum neuen Schuljahr
flatterte die "frohe Botschaft" der SSB ins Haus: das Scool-Abo kostet ab
sofort statt 27,65 € jetzt 32,35 € im Monat.
Eine saftige
Preiserhöhung - die eigentlich eine Kürzung ist. Bürgermeister Föll ist bei
seiner Grübelei: "Wie stopf ich meine Haushaltslöcher" darauf gekommen. Da
gibt es ja noch den Stuttgarter Schülerbonus! Na den kann man doch mal
kräftig kürzen... schließlich ist das ja sowieso eine "freiwillige Leistung"
der Stadt. Außerdem bekommen die Schüler ja in 19 Jahren einen super-tollen
Bahnhof... da müssen sie schon auch ein bisschen was beisteuern.
Irrtum, Herr
Föll! die "freiwillige Leistung" müsste nicht "weniger" heißen - sondern
"mehr", viel "mehr"... nämlich den kompletten Fahrpreis.
Kostenlose Fahrt für alle Schüler!
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Initiative
REICHE
STADT - ARME KINDER - ARME Jugend
Leserbrief zum
Artikel: Stuttgarter
Modell als Vorbild? – Neue Wege vom 14.8.2010
Es entsteht der Eindruck als
handle es sich bei der Sachmittelzuwendung für arme Familien, mit der Frau
von der Leyen den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts umsetzen will, um
eine praktikable und fortschrittliche Sache. Die unbestritten positiven
Erfahrungen mit freiwilligen Familienleistungen der Stadt Stuttgart in Form
der Familiencard dienen als Modell. Mit einem Federstrich wird im Artikel
die Erfahrung mit der Familiencard mit denen der Bonuscard gleichgesetzt,
die ausschließlich arme Familien erhalten. Die Bonuscard stigmatisiert, die
Familiencard nicht. Die Wirkung der Stigmatisierung wird im Artikel
mitgeliefert, wenn es heißt, dass die Eltern sich mit Flachbildschirmen und
Zigaretten bedienen, anstatt sich um die soziale Teilhabe ihrer Kinder zu
bemühen. Es gibt inzwischen genügend Untersuchungen, die belegen, dass –
auch bei armen Eltern – die eigenen Bedürfnisse hinter denen ihrer Kinder
stehen.
Das Schlagwort der neuen
Sozialpolitik heißt Eigenverantwortung. Wie passt das zusammen, wenn ein
Teil des Familieneinkommens aus zweckgebundenen Gutscheinen besteht? Das
auch noch für Bildungsausgaben, die eigentlich gesellschaftliche
Pflichtleistungen sein müssten. Mit einer Chipkarte lassen sich auch nicht
die Ausgaben für Essen und Kleidung für Kinder im Wachstum bezahlen.
Deshalb: Der Regelsatz insbesondere für Kinder muss dringend erhöht werden.
17.8.2010
der Leserbrief wurde am 26.8. in der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht
Christa Cheval-Saur
Leserbrief zum Artikel Von
der Leyen: Bildungskarte startet Mitte 2011
St.Z.
17.08.10
Chipkarte: Keine Lösung für die
Kinder in Hartz IV!
In
mehrfacher Hinsicht soll Kindern aus armen Familien erneut nicht geholfen
werden:
1. Bei einem
Betrag von 240 € pro Jahr, also 20 € pro Monat können die Bedarfe wie
Nachhilfeunterricht (im Schnitt kostet 1 Stunde schon 12 €), das kostenlose
Mittagessen an der Schule (1 € pro Tag) und dann noch Teilnahme an einem
Musikunterricht oder in einem Sportverein (wo auch ein Instrument oder
Sportausrüstung benötigt wird) überhaupt nicht abgedeckt werden. 2. Kann es
nicht sein, dass die Eltern gedemütigt werden, indem man ihnen nicht
zutraut, das Geld für ihre Kinder einzusetzen und sie stattdessen mit einem
Gutschein abspeist. 3. Ist es eine weitere Gängelei der Eltern in Hartz IV,
wenn ausgerechnet das Jobcenter entscheiden soll, ob ihr Kind Nachhilfe
bekommt oder nicht.
Abgesehen
davon, dass Frau von der Leyen wohl keine Kenntnisse darüber hat, dass die
Mitarbeiter der Jobcenter heute schon hoffnungslos überlastet sind und nicht
einmal die Arbeitslosen ausreichend beraten und betreuen können (siehe die
Zunahme der Klagen vor den Sozialgerichten wegen falscher Bescheide).
Frau von der
Leyen sollte sich besser Gedanken machen, was Kinder für ein gesundes
Heranwachsen brauchen, wie die Bildungschancen aussehen müssen und
entsprechend die Regelsätze für Kinder spürbar erhöhen.
abgeschickt am
17.08.2010 von Gisela Vomhof
PRESSEERKLÄRUNG
vom
08.07.2010
Anlässlich des Artikels der Stuttgarter Zeitung vom 06.07.2010
Das Stuttgarter Modell könnte
Schule machen
Die Initiative "Reiche Stadt -
Arme Kinder - Arme Jugend" widerspricht der Aussage, dass mit umgerechnet 23
Euro pro Kind und Jugendlichem in Hartz IV "mehr Teilhabe" ermöglicht wird.
War es bisher sowieso unverständlich, dass in den Regelsätzen für Bildung
0,00 Euro vorgesehen sind, so wird mit 23 Euro der Missstand keineswegs
aufgehoben. Zum einen deckt diese Summe nicht einmal die Unkosten für
"Schulmittel", aber vor allem umfasst Bildung bedeutend mehr, als die
Regierung offensichtlich Kindern und Jugendlichen aus armen Familien
zugestehen will.
Wirkliche Teilhabe heißt, auch
teilnehmen zu können an Kultur- und Sportveranstaltungen bzw. Einrichtungen.
Dafür sind aber im Regelsatz eines Jugendlichen ab 14 Jahren nur 5,21 Euro
im Monat vorgesehen oder für die Beschaffung von Büchern und Broschüren 4,55
Euro.
Außerdem hat das
Bundesverfassungsgericht die willkürliche Ableitung der Regelsätze für
Kinder vom Erwachsenenregelsatz kritisiert: "Kinder sind keine kleinen
Erwachsenen. Ihr Bedarf, der zur Sicherstellung eines menschenwürdigen
Existenzminimums gedeckt werden muss, hat sich an kindlichen
Entwicklungsphasen auszurichten und an dem, was für die
Persönlichkeitsentfaltung eines Kindes erforderlich ist."
"Kindliche Entwicklungsphase":
das bedeutet die Berücksichtigung der Tatsache, dass Kinder wachsen, dass
sie gesunde und ausreichende Ernährung brauchen, dass sie medizinisch gut
versorgt sind. So stellt der Berufsverband Kinder- und Jugendärzte fest,
dass er mit Sorge beobachtet, dass Kinder nicht ausreichend zu essen hätten
und schlussfolgert: die 1,6 Millionen Kinder mit Hartz IV-Leistungen seien
erheblich gegenüber anderen Kindern benachteiligt.
Der Hinweis auf das "Modell
Stuttgart: Bonuscard" wird diesen Problemen nicht gerecht. Die Bonuscard ist
eine kommunale Leistung zur Abmilderung der Tatsache, dass die Regelsätze
insgesamt zu niedrig sind.
Eine Erhöhung der Regelsätze
wäre demnach die richtige Lösung.
Leserbriefe die nicht veröffentlicht wurden!
1. Leserbrief
von Bert 9.7.10
zum Stuttgarter Zeitungsartikel vom 6.07.2010
> Das Stuttgarter Modell könnte Schule machen <
Das
Karlsruher BVG hat Anfang 2010 die Neuberechnung
der
Kinder-Hartz IV-Sätze durch die Bundesregierung angeordnet. Neue Hoffnung
keimte auf bei den in einer unwürdigen Situation lebenden Familien. Diese
Hoffnung auf verbesserte Teilhabe an unserer Demokratie vor allem unserer
Kinder, darf nicht enttäuscht werden.
Der jetzt von
Schäuble vorgetragene Ansatz zeigt wenig, ja fast ein weg- schauendes
Mitgefühl. Diese geplante Hilfsaktion hilft nicht viel weiter und ist nicht
einmal ein Trostpflaster: 23,-€ pro Kind und Monat sind weit weg von der
Realität. Und dann noch nicht zur freien Einteilung sondern aufgeteilt etwa
nach dem Stuttgarter BonusCard-Modell wie von der Leyen zur Diskussion
gestellt. Das ist so nicht akzeptabel. Die etwa 2 Millionen Kindern in ganz
Deutschland mit Ihren Familien haben mehr Achtung verdient!
Politiker
dieses Landes enttäuscht nicht das BVG, nicht die vielen Menschen die an
unsere soziale Marktwirtschaft glaubenden und vor allem enttäuscht nicht
unsere Kinder mit ihren Familien die im sozialen Abseits stehen. Unser
System soziale Demokratie muß sich abkehren von den alleinseligmachenden
"systemrelevanten Geldjongleuren" hin zu den lebendigen herzlichen Kindern.
Dort gilt es sich verstärkt zu engagieren.
2. Leserbrief „Das Stuttgarter
Modell könnte Schule machen“ vom 6.7.2010
Vor einigen Monaten musste die
Bundesregierung eine heftige Rüge der Verfassungsrichter einstecken. Der
Regelsatz für die Grundsicherung, insbesondere der für Kinder, sei
teilweise freihändig ermittelt worden. Mir scheint, dass die jetzt
angekündigten zusätzlichen Leistungen für die Bildung von Kindern in
Arbeitslosengeld 2-Haushalten ebenso frei ermittelt wurden. Unbestritten
ist, dass mehr Geld für die schulische, musische und sportliche Bildung von
Kindern – im Übrigen nicht nur für die in Arbeitslosengeld 2-Haushalten -
eingesetzt werden muss. Dies jetzt als direkte Sach- und Dienstleistung für
die Kinder quasi vom neu zu ermittelten Bedarf abzuziehen, ist reichlich
unverfroren. Aber wundert uns das noch? Sind nicht Arbeitslosengeld
2-Empfänger zu den Prügelknaben der Nation geworden?
Christa Cheval-Saur, Feuerbach |
In
Stuttgart beziehen über 40 000 Menschen Arbeitslosengeld II – darunter
6 842 Familien mit Kindern
unter 15 Jahren
(Statistische Angaben aus
2008). Nicht einberechnet sind die die Jugendlichen über 15 Jahre und alle
die Kinder, deren Eltern so wenig verdienen, dass sie eine Aufstockung vom
Sozialamt brauchen.
Hinter diesen Zahlen verbirgt
sich Armut. Deshalb hat sich im Januar 2008 die Initiative „Reiche
Stadt-Arme Kinder-Arme
Jugend” gegründet. Ihr Ziel ist es, die Stadt Stuttgart in die Pflicht zu
nehmen.

Allen Kindern gleiche
Bildungschancen!
In den Hartz IV Geldern, den
so genannten Regelsätzen für Kinder und Jugendliche
sind für Bildung 0,00 Euro
vorgesehen. Für „Schreibwaren im Allgemeinen” sollen 1,98 bzw. für die über
14-jährigen 2,26 Euro ausreichen: damit kann man höchstens einen Ordner oder
Bleistifte kaufen.
Deshalb lautet die Forderung
an den Gemeinderat: einen Bildungsfonds einzurichten, aus dem für die
Einschulung 150 Euro und für jedes Schuljahr 100 Euro an arme Kinder
ausbezahlt wird!
Bildung darf nicht dem
Rotstift zum Opfer fallen!
Den aktuellen
Haushaltsberatungen des Gemeinderats liegt eine sogenannte „Giftliste" vor:
Schulsanierung nur da, wo Dächer einzustürzen drohen, Erhöhung der
Essenspreise an den 11 Ganztagsschulen, Abschaffung des Studi-Tickets,
Schließung der Büchereien während der Schulferien ... Sind alle Erkenntnisse
zur Bildung vergessen?
Teilhabe an Sport und Kultur,
ein gesundes, kostenloses und pädagogisch betreutes Mittagessen an allen
Schulen, genügend Räume mit guter Ausstattung – das sind im Grunde
Selbstverständlichkeiten.
Nicht so für
OB Schuster, der zwar gerne von der „kinderfreundlichen Stadt" spricht,
jedoch lieber an seinem
Prestigeobjekt „Stuttgart 21” festhält oder die Erhöhung der Gewerbesteuer
nicht für „angebracht hält”. Es ist deshalb auch nicht überzeugend, wenn
Kämmerer Föll und in seinem Gefolge die Stuttgarter Zeitung über die
„misslichen Finanzlage” jammern und behauptet wird, dass die „neu gewählten
Volksvertreter nichts daran ändern könnten”.
(Stuttgarter Zeitung,
09.10.2009)
Im Gegenteil!
Die Initiative „Reiche Stadt -Arme Kinder-Arme Jugend”
bekräftigt
ihre Forderungen an die Gemeinderäte:
-
Für alle Schüler in Stuttgart mit wenig Geld: einen
Bildungsfonds
-
Kostenloses Mittagessen an allen Schulen
-
Frühe Förderung (bereits in den Kitas)
-
Kleinere Klassen
-
Kostenlose Nachhilfe mit Fachkräften
-
Freie Fahrt für Bildung
(Kontakt: g.vomhof@gmx.de) |
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Umfrage
Gesamtelternbeirat
Liebe Eltern,
im Gesamtelternbeirat der städtischen Kitas wurde die Notwendigkeit einer
verstärkten Öffentlichkeitsarbeit diskutiert. S. auch Protokoll der letzten
Sitzung.
Um dazu die Meinung der Eltern zu erfahren gibt es auf der Homepage des GEB
eine Umfrage.
(www.staedt-geb.de)
Ich möchte Sie bitten, die Möglichkeit zur Abstimmung zu nutzen., damit der
GEB ein repräsentatives Meinungsbild bekommt.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.
MfG
R. Chevalier |
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LESERBRIEF
Stuttgarter
Zeitung, Dienstag, den 25.08.09
Artikel:
"Auch beim
Kinderschutz droht Stellenabbau"
"Kein Kind darf verloren gehen"
So war die
Feststellung des Gemeinderats nach der "Strategiekonferenz gegen
Kinderarmut" im letzten Jahr. Sollen das nun leere Worte sein?
Es ist nicht
zu vermitteln, wie einerseits am Milliarden-Projekt Stuttgart 21
festgehalten wird und andererseits beim Sozialreferat/Jugendamt 6,1
Millionen Euro eingespart werden sollen. Das geht zu Lasten der
Beschäftigten und der armen Familien. Die besonderen Leidtragenden sind die
Kinder.
Anstatt zu
streichen, braucht es weitere Verbesserungen. Kinderschutz muss absolute
Priorität haben. Es ist schlimm genug, dass durch die Hartz-Gesetze Familien
und deren Kinder und Jugendliche benachteiligt sind. Deshalb ist es Aufgabe
des Gemeinderats, alles zu tun, um die Lage der Kinder vom frühesten Alter
an zu verbessern.
i.A. der
Initiative
Reiche Stadt - Arme Kinder-Arme Jugend
Gisela
Vomhof-Hänisch |
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Wir fordern vom Stuttgarter Gemeinderat:
Das "Ranzengeld" muss für alle armen Kinder bleiben!
Der Gemeinderat hat letztes Jahr
im November beschlossen, 100 € für eine Erstausstattung - das sogenannte
"Ranzengeld"- für Schulanfänger aus Familien mit Bonuscard zu gewähren.
Nachdem nun die Bundesregierung
im Familien-Leistungsgesetz beschlossen hat, Schülern im ALG II Bezug bis
zum Abitur 100 € pro Schuljahr auszuzahlen, meint die Gemeinderats-Mehrheit,
dass diesen Kindern das "Ranzengeld" wieder gestrichen wird.
In einem Schreiben an OB
Schuster und den Gemeinderat vom 1. März hat unsere Initiative "Reiche Stadt
- Arme Kinder-Arme Jugend" bereits dagegen protestiert. Es kann nicht sein,
dass die Bundes-Hilfe gegen das "Ranzengeld" aufgerechnet wird!
Die von der Bundesregierung
beschlossene Maßnahme geht allein darauf zurück, dass im Regelsatz für
Kinder in Hartz IV
für Bildung 0,00 Euro vorgesehen sind und das im Zuge der Debatte um
Kinderarmut breite Empörung hervorgerufen hat. Außerdem hat selbst das
Bundessozialgericht angemahnt, dass die Regelsätze für Kinder willkürlich
und nicht nachprüfbar festgesetzt sind.
Der Gemeinderat hat u.a. auch
deshalb die 100 € bewilligt, weil letztes Jahr bei der Strategiekonferenz
gegen Kinderarmut deutlich wurde, welche schwerwiegenden Auswirkungen die
Hartz-Gesetze für betroffene Kinder haben. Lehrer berichteten von Kindern,
die hungrig in die Schule kommen. In wissenschaftlichen Vorträgen und
Arbeitsgruppen wurde die Benachteiligung und Unterversorgung von armen
Kindern und Jugendlichen nachgewiesen, und dass die Regelsätze gegenüber dem
früheren Sozialhilfesatz sogar noch gesenkt wurden.
Sind diese Erkenntnisse nun alle Schnee von gestern?
Und damit nicht genug! Man streitet sich nun darum, was mit den Kindern aus
den Schwellenhaushalten geschehen soll. Sie haben auch eine Bonuscard,
werden aber die Bundes-Hilfe nicht bekommen. Nach einem Bericht der
Stuttgarter Zeitung vom 21.4.09 geht das
Sozialamt davon aus,
dass es sich um rund 2000 Kinder aus Schwellenfamilien handelt. Man hatte
aber nur mit 950 Erstklässlern gerechnet und Kämmerer Föll also auch nur 95
000 € bewilligt. Hier kann man natürlich nicht großzügig das Geld aus der
Tasche zaubern wie z.B. bei der Landesbank!
Da wird herumgerechnet, wie man die doppelten Ausgaben bewerkstelligen soll.
Als besonderer Rechenkünstler erweist sich die SPD: man halbiert einfach die
100 Euro und gibt den Kindern nur 50 Euro!
Wir finden die ganze Vorgehensweise der Gemeinderatsmehrheit beschämend und
skandalös!
Die Bewilligung des "Ranzengeldes" für alle armen Kinder war ein erster
Schritt in die richtige Richtung. Er darf auf keinen Fall rückgängig gemacht
werden!
Im Gegenteil: der Gemeinderat einer so reichen Stadt wie Stuttgart muss noch
mehr in die Pflicht genommen werden. Statt die Gelder für Prestigeobjekte
des OB Schuster zu vergeuden, fordern wir:
Einen Schulartikelfonds: 100 € pro Kind und Jugendlichen für Familien mit
Bonuscard jeweils zum Schuljahresbeginn!
Und für alle Schüler mit wenig Geld ein kostenloses Mittagessen!
Initiative "Reiche Stadt - Arme Kinder-Arme Jugend"
V.i.S.d.P.: Gisela Vomhof, g.vomhof@gmx.de |
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